YACHTING
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Allgemeine Charterbedingungen

§1 CHARTERVERTRAG
Vertragsparteien sind THURM Concept S.L., Mallorca (VERCHARTERER) und der Bootsmieter (CHARTERER). Der CHARTERER tritt in alle Haftungen und Verantwortungen eines Bootsführers ein.

§2 ZAHLUNG DER CHARTERGEBÜHR UND ANDERER BETRÄGE AN THURM Concept S.L.
Bei Online-Buchungen sowie Buchungen in unseren THURM Niederlassungen vor Ort auf Mallorca sind sämtliche Gebühren inkl. Kaution direkt zu begleichen.

§3 STORNIERUNGEN
Ihre Buchung können Sie vor Beginn der Anmietung stornieren. Abhängig von der Zeitspanne zwischen Stornierung und dem vereinbartem Mietbeginn berechnen wir hierfür folgende Stornierungsgebühren:

- Bis 30 Tage vor Charterbeginn: kostenfreie Stornierung
- 30 Tage bis 15 Tage vor Charterbeginn: 50 % des Charterpreises
- 14 Tage bis dem Tag des Charterbeginns: 100 % des Charterpreises

Sollte die Buchung aufgrund von höherer Gewalt wie Unwetter, zu starken Wellengangs, Gewitter oder eines technischen Schadens des gebuchten Bootes nicht wahrgenommen werden können, so kann diese bei Verfügbarkeit flexibel auf einen anderen Tag umgebucht werden. Die Einschätzung, ob die o.g. Zustände tatsächlich zutreffen obliegt allein der Thurm S.L., Mallorca. Sollte dem CHARTERER die Umbuchung auf einen anderen Tag aufgrund eigener Interessen oder dem befristetem Zeitraum des Aufenthalts auf der Insel Mallorca nicht möglich sein, erhält der CHARTERER eine Gutschrift über den gesamten Charterpreis. Die Gutschrift ist zeitlich unbegrenzt gültig und an Dritte übertragbar.

§4 PREISE
THURM Concept S.L. behält sich das Recht vor, die Preise jederzeit, für noch nicht gebuchte und bestätigte Buchungen anzupassen oder zu ändern.

§5 CHARTERZEIT & RÜCKGABE
Die Charterzeit beginnt mit Betreten des Steges, spätestens jedoch zu der vereinbarter Startzeit, und endet mit Verlassen des Steges. Be- & Entladen, Ein- & Aussteigen sowie die Einweisung ins Boot sind Bestandteil der Charterzeit. Die Rückgabe erfolgt so wie übernommen (Verdeck im Ausgangszustand, Festmacher & Anker ohne Knoten wieder an ihrem Platz).

§6 VERSPÄTETE RÜCKGABE
Bei nicht vereinbarter Überschreitung der laut Chartervertrag festgelegten Rückgabezeit fallen grundsätzlich weitere Gebühren pro ½ Stunde laut Charterpreisliste an. Darüber hinaus trägt der Charterer zusätzlich anfallende Kosten, die z.B. durch Vertragsverletzung für einen Folgecharter oder Zusatzaufwand für den Vercharterer entstehen können. Der CHATERER ist im Sinne einer Schadensminimierung angehalten, den VERCHATERER bei voraussichtlicher Überschreitung der vereinbarten Charterzeit möglichst rechtzeitig zu informieren.

§7 BOOTSZUSTAND
Mit Unterzeichnung des Übergabeprotokolls bestätigt der Charterer die Übernahme des Bootes sowie des Zubehörs in einwandfreiem Zustand. Verborgene Mängel sind dem Vercharterer unverzüglich nach Feststellung mitzuteilen, wobei der Charterer dem Vercharterer unverzüglich Gelegenheit gibt, die Mängel zu beseitigen. Weitere Ansprüche des Charterers sind ausgeschlossen.

§8 HAFTUNG DES CHATERERS
Der CHATERER haftet für alle Schäden, die von Übernahme bis Rückgabe am Ort der Übernahme entstehen. Reparaturen dürfen nur nach Rücksprache mit Vercharterer durchgeführt werden. Verlust oder Beschädigung des Bootes, egal aus welchem Grund, sind dem VERCHATERER unverzüglich zu melden. Bei Rückgabe hat der CHATERER fremdes Eigentum zu entfernen und haftet dafür. Die Rücknahme erfolgt unter dem Vorbehalt einer vollständigen Überprüfung des ordnungsgemäßen Zustandes. Erfolgt die Rückgabe des Bootes nicht in ordnungsgemäßen, betriebsfähigen und kompletten Zustand, dazu zählt auch der Verlust oder die Beschädigung des Bootes oder der Ausstattung durch höhere Gewalt, wie z.B. Sturm, so ist der Vercharterer berechtigt, diesen Zustand zu Lasten des CHATERERS herzustellen bzw. herstellen zu lassen. Er gibt dem Charterer Gelegenheit, unverzüglich eine Überprüfung durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. Erfolgt die Überprüfung seitens des CHATERERS nicht unverzüglich, so ist der VERCHARTERER berechtigt, die Beseitigung von Schäden vorzunehmen bzw. vornehmen zu lassen und alle entstandenen Kosten mit der Kaution zu verrechnen / dem CHATERER in Rechnung zu stellen. Der CHATERER hat nachzuweisen, dass der entstandene Schaden nicht von ihm zu vertreten ist. Ist eine Instandsetzung des Bootes entsprechend Einschätzung des VERCHATERERS nicht möglich oder wirtschaftlich sinnvoll, so ist der CHATERER verpflichtet, die Kosten der Neubeschaffung zu zahlen. Nach vollständiger Zahlung kann der CHATERER Anspruch auf das beschädigte Boot / die Ausstattung geltend machen. Bei Verlust von Bootsausrüstung und Beschädigungen an Polstern, Rumpf, Sonnenverdeck etc. werden Kosten gemäß der externen Liste fällig.

§9 FAHRGEBIET
Der CHARTERER darf das gebuchte Boot  nur in Fahrgebiete und innerhalb dieser nur in Regionen führen, für welche das gemietete Boot  zugelassen und versichert ist.

§10 BOOTSFÜHRUNG
Der CHARTERER darf die maximale erlaubte Personenanzahl für das gemietete Boot in keiner Situation während des gesamten Charterzeitraums überschreiten. Bei Anbordnahme von nicht angemeldeten Personen oder Tieren fallen pauschal je 100 € zusätzlich an. Die Eigentumshinweise, Bootskennzeichen und Vergleichbares am Boot dürfen weder entfernt noch abgedeckt werden. Der CHATERER ist verpflichtet, das Boot nur selbst und entsprechend dem Chartervertrag, sowie bestimmungsgemäß einzusetzen und er hat es vor Überbeanspruchung zu schützen. Der CHATERER ist verpflichtet Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen dafür zu treffen, dass unbefugte Dritte keinen Zugriff auf das Boot bekommen. Bei Verstoß trägt der CHATERER die Seitens des VERCHATERERS geltend gemachten Schadensersatzansprüche. Verstöße wegen Ordnungswidrigkeiten im Charterzeitraum gehen zu Lasten des Charterers. Alle Vereinbarungen und Bestimmungen unterliegen den gesetzlichen Bestimmungen. IN SÄMTLICHEN INNENRÄUMEN VON BOOTEN  IST RAUCHEN AUSDRÜCKLICH UNTERSAGT.

§11 BOOTSERSATZ
Kann eine angemietetes Boot aufgrund einer Betriebsstörung während des vorhergehenden Einsatzes oder aus anderen Gründen außerhalb der Kontrolle von THURM S.L. dem CHARTERER nicht zur Verfügung gestellt werden, kann der VERCHATERER dem CHARTERER ein anderes Boot mit vergleichbaren  Abmessungen oder mit derselben Kabinenanzahl und Leistung anbieten oder ihm die entrichteten Beträge erstatten. Der CHARTERER hat keinen Anspruch auf Entschädigung.

§12 TANKEN
Das gemietete Boot wird vollgetankt dem Charterer übergeben. Die Verantwortung für das Auftanken des gemieteten Bootes liegt beim CHARTERER. Sollte dies nicht pflichtgemäß und innerhalb des Charterzeitraumes erledigt worden sein fällt neben den Kraftstoffkosten eine zusätzliche Servicegebühr von 25€ für das Nachtanken an.

§13 ERSTATTUNG DER KAUTION
Vorausgesetzt, dass das gemietete Boot ohne jegliche Beanstandungen zurückgenommen wird, erfolgt die Rückzahlung der Kaution am Folgetag. Falls das gemietete Boot mit Beanstandungen zurückgegeben wird kann der VERCHARTERER (falls der Schaden die Kautionshöhe überschreitet) auf die hinterlegte Kreditkarte zurückgreifen. Der Karteninhaber erteilt mit seiner Unterschrift auf dem Chartervertrag, dem VERCHARTERER die Berechtigung dieses zu tun.

§14 ALLGEMEINE EINWEISUNG & FAHRVERHALTEN
Das Betreten der Stege, Ein-, Aussteigen usw. erfolgt auf eigene Gefahr. Der Charterer haftet für die ihn begleitenden Personen. Achtung beim Einsteigen. Das Persenninggestänge ist kein Klettergerüst. Es hält nur die Persenning / das Klappverdeck. Auch für führerscheinfreie Boote gilt die Schifffahrtsordnung auf dem Wasser. Die Sicherheitshinweise und die Sportbootcharterbedingungen sind unbedingt zu beachten.

Mit Unterschrift bestätigt der Charterer vor Charterbeginn eine umfassende Einweisung erhalten zu haben. Z.B. wurde auf folgendes verwiesen:

Das Führen des Bootes ist grundsätzlich nur innerhalb der Wasserstraßen erlaubt. Insbesondere sind Flachwasserbereiche zu meiden. Beim Verlassen der Wasserstraße ist kleinstmögliche Geschwindigkeit Pflicht (meist kleine Fahrt) und es ist ununterbrochen zu prüfen ob die Wassertiefe noch mindestens 1 m (bei großen Booten über 10 Meter 2 m)  beträgt (z.B. mit Bootshaken oder Anker). Das Befahren einer Wassertiefe von weniger als 1 m (bei großen Booten über 10 Meter 2 m) ist verboten. Die wichtigsten Schilder kann man auch ohne detaillierte Kenntnisse richtig deuten. So sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten. Einfach zu deutende Schilder (z.B.: durchgestrichener Anker = ankern verboten, durchgestrichener Poller = Anlegen verboten, doppelte Wellenlinie = Sog und Wellenschlag vermeiden) sind zu beachten. Grundsätzlich gilt: alle Anderen haben Vorfahrt (Fähren, Berufsschifffahrt, kleine Boote ohne Motor, Dienstfahrzeuge, Segler). Im Verhältnis zu gleichrangigen Motorbooten gilt: rechts vor links. Im Zweifelsfall weichen Sie immer rechtzeitig mit einem für die Anderen deutlich erkennbaren Kurs aus. Falls Sie ankern oder anlegen (Baden, Essen, Gastlieger, ...) so haben Sie sicher zu stellen, dass sich das Boot nicht lösen kann und auch bei plötzlichem starken Wellengang nicht mit dem Steg o.a. festen Materialien in Berührung kommen kann, sondern die Berührung ausschließlich mit weichen Materialien wie den Fendern erfolgt. Sollte dies an einer Anker- oder Anlegestelle nicht möglich sein, so können Sie dort nicht ankern oder anlegen. Festmachen ist grundsätzlich nur an gekennzeichneten Stellen erlaubt (nicht an Schildern, Bäumen, Bojen und ähnlichem). Bei unsichtigem Wetter (Sicht unter 500 m) ist die Beleuchtung einzuschalten. Bei aufkommenden Gewitter und oder starken Wind suchen Sie schnellstmöglich einen sicheren Liegeplatz auf (z.B. Hafen) und verlassen das Boot.

Die Benutzung des Funkgerätes und der EPIRB ist nur mit einer entsprechenden Lizenz  oder im Notfall erlaubt. Kosten, die aus unangemessener Nutzung, z.B. Notfallalarmierung durch Distress-Taste ohne das unmittelbare Gefahr für Leib und Leben besteht, müssen vom Charterer getragen werden.

§15 REKLAMATIONEN
Im Rahmen des Chartervertrags sind THURM Concept S.L. sämtliche Probleme direkt bei Auftreten und nicht am Ende des Charterzeitraums mitzuteilen. Wird diese Vorgabe nicht eingehalten, kann THURM Concept S.L. keine Haftung übernehmen, da ihm nicht die Gelegenheit eingeräumt wurde, das Problem zu prüfen und zu beheben. THURM Concept  S.L. übernimmt keine Haftung, wenn der Fehler auf den CHARTERER, seine Gäste, Dritte oder auf ein Ereignis zurückzuführen ist, das THURM Concept S.L. nicht hätte vorhersehen bzw. vermeiden können.

§16 SONSTIGES
Sollten einzelne Bestimmungen in den Allgemeinen Charterbedingungen oder der Reservierung, im Chartervertrag / Übergabeprotokoll ungültig sein, so bleiben die übrigen gültig. Die ungültige Bestimmung wird durch eine gültige Bestimmung ersetzt, welche dem beabsichtigten wirtschaftlichen Zweck weitgehend gerecht wird. Schadensersatzansprüche seitens des Charterers jeder Art werden ausgeschlossen, soweit sie nicht auf grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz des Vercharterers beruhen. Der Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle Ansprüche aus der Geschäftsverbindung ist Palma de Mallorca.

§17 GELTENDES RECHT
Die Vertragsparteien vereinbaren PALMA DE MALLORCA als Gerichtsstand für den Vertrag. Nach freiem Ermessen kann THURM Concept  S.L. bestimmen, ob der Vertrag dem Recht des Landes der THURM Concept S.L. oder des CHARTERERS unterliegt.

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